Leistungen
CPR, CRA und CDCA, Barter-Geschäfte, landwirtschaftliche Sicherheiten, Landpacht und gerichtliche Sanierung des Landwirts.
Die Finanzierung der brasilianischen Agrarwirtschaft hat sich von der Bank zum Kapitalmarkt verlagert. Die Cédula de Produto Rural (CPR, ländlicher Produktschein), das Certificado de Recebíveis do Agronegócio (CRA, Agrarforderungszertifikat), das CDCA (Agrarexportkreditschein) sowie Barter-Geschäfte (Tausch Betriebsmittel gegen Ernte) decken heute einen entscheidenden Teil der Erntefinanzierung ab — und bringen eine rechtliche Struktur mit sich, deren Tragweite dem Landwirt im Moment der Unterzeichnung nicht immer bewusst ist.
Der kritische Punkt liegt bei den Sicherheiten. Landwirtschaftliches Pfandrecht (penhor agrícola), Sicherungsübereignung der Ernte, Sicherungsabtretung von Forderungen und die persönliche Bürgschaft des Landwirts und seines Ehegatten häufen sich in aufeinanderfolgenden Geschäften an, wobei häufig derselbe Vermögenswert mehrfach belastet wird. Schlägt die Ernte fehl, entscheidet die Frage, welche Sicherheit vorrangig ist — und ob sie einem etwaigen gerichtlichen Sanierungsverfahren (recuperação judicial) unterliegt oder nicht —, wer den Verlust trägt.
Wir analysieren das Geschäft ausgehend von der Sicherheitenkette und nicht vom einzelnen Vertrag. Bei einem Landwirt mit fünf laufenden Geschäften kommt es nicht darauf an, was jede einzelne CPR besagt, sondern darauf, wie sich die Sicherheiten überlagern, welche zuerst eingetragen wurde, was als zweckgebundenes landwirtschaftliches Sondervermögen (patrimônio rural em afetação, Gesetz Nr. 13.986/2020) gebunden ist und was frei verfügbar bleibt. Erst dieses Gesamtbild erlaubt eine verlässliche Aussage darüber, ob Raum für eine Neuverhandlung besteht oder ob der gerichtliche Weg erforderlich ist.
Im gerichtlichen Sanierungsverfahren des Landwirts betrifft die anfängliche Auseinandersetzung meist die Beweisführung: den Nachweis der regelmäßigen Ausübung der Tätigkeit über den in Art. 48, § 2 des Gesetzes Nr. 11.101/2005 (brasilianisches Insolvenzgesetz) vorgesehenen Zeitraum sowie die Abgrenzung, welche Schulden tatsächlich landwirtschaftlicher Natur sind. An diesem Punkt wird die Mehrzahl der Anträge angefochten.
Agrargeschäfte erfordern die Eintragung von Sicherheiten in Grundbuchämtern unterschiedlicher Gerichtsbezirke und häufig ein gleichzeitiges Tätigwerden in mehr als einem Bundesstaat. Unser Netzwerk von Partneranwälten in Paraná, São Paulo und Santa Catarina ermöglicht es, diese Fronten abzudecken, ohne die Einheitlichkeit der Strategie zu verlieren.
Kapitalmarktrecht · Gerichtliche Sanierung und Insolvenz · Gesellschaftsrecht und Unternehmensverträge · Erbrecht und Nachlassplanung
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